„Es ist für mich wichtig, die digitale Anbindung unserer Städte und Dörfer nachhaltig zu verbessern.“

Vor fünf Jahren zog der damalige Helmstedter Polizeichef Gerhard Radeck mit „BBB – Buschhaus, Barmke, Breitband“ in den Landratswahlkampf. Mit diesen Themen setzte er nachhaltige Akzente für die Entwicklung des Landkreises Helmstedt.
Die Nachnutzung des Kohlekraftwerkes Buschhaus ist dabei ein „Dauerbrenner“. „Es war ein anstrengender Kampf, um die rund 90 Millionen Euro Sonderförderung des Bundes für den Kohleausstieg zu erhalten“, erinnert sich Radeck. „Viele Akteure haben dabei an einem Strang gezogen.“ Neben der kommunalen Politik bis hin zu den Bundestagsabgeordneten hebt er dabei die starke Unterstützung der IG BCE hervor.

Auch persönlich brachte sich Gerhard Radeck stark ein. Zusammen mit „seinem“ Berater Prof. Dr. Lothar Hagebölling und dem befreundeten Helmstedter Bürgermeister Wittich Schobert pendelte er oft zwischen Hannover und Berlin, um „das Optimale“ für „seinen“ Landkreis herauszuholen.

Ebenfalls war es das politische Gespann Radeck/Schobert, welches das gemeinsame Gewerbegebiet Barmke Autobahn zur Blüte trieb: der Landkreis als Flächeninhaber und die Stadt Helmstedt als planende Verwaltung. „Das Zusammenspiel zwischen Landkreis und Stadt Helmstedt ist sehr harmonisch“, bestätigt Schobert. Die Ansiedlung von Amazon mit über 1.200 Arbeitsplätzen sei der größte strukturpolitische Erfolg seit Jahrzehnten.

Auch der dritte Punkt „Breitband“ ragt in das laufende Jahr hinein. „Es ist für mich wichtig, die digitale Anbindung unserer Städte und Dörfer nachhaltig zu verbessern.“ Nachdem viele Jahre mit Diskussionen ins Land gegangen seien, entschloss sich Radeck zum Handeln. Zur Entlastung der kreisangehörigen Kommunen übernimmt der Landkreis dabei die Kosten.
„Mir ist bewusst, dass es hier und dort durch zum Teil abenteuerliches Arbeiten europäischer Subunternehmer geruckelt hat“, bekennt Radeck. „Es hilft auch nicht, dass wir als Landkreis diese Firmen nicht beauftragt haben.“

Die Beauftragung erfolgte von den Generalunternehmern, die die Ausschreibung des Kreises für sich entschieden hatten. „Dennoch sind wir stets bestrebt, die aufgetretenen Schwierigkeiten zu lösen. Denn insbesondere die Corona-Pandemie hat uns deutlich vor Augen geführt, wie wichtig es ist, dass unsere Schulen, Betriebe und Haushalte an das ´schnelle Internet´ angeschlossen sind.“