„Bereits vier Tage nach dem ersten Corona-Fall im Landkreis Helmstedt wurde ein Krisenstab in der Kreisverwaltung aufgebaut“
Als am 12. März vergangenen Jahres „Corona“ den Landkreis Helmstedt erreichte, ahnten nur wenige, wie negativ sich die Pandemie auf das gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Leben auswirken würde. Betriebsschließungen, Stillstand sportlicher, gesellschaftlicher und kultureller Aktivitäten und der Niedergang der Gastronomie waren an der Tagesordnung; statt lachende und fröhlich plaudernde Menschen auf den Straßen, sah man sie mit gesenktem Blick und Atemmaske durch die Straßen hasten.

Während einige Berufsgruppen seit dieser Zeit permanent überlastet sind, fällt anderen zu Hause „die Decke auf den Kopf“, weil es wenig gibt, um den Tag zu füllen. Besonders unter der Pandemie leiden Kinder, die ihre Kindergärten oder Schulklassen nicht besuchen durften, oder alleinstehende Menschen, die mit einem Schlag von sozialen Kontakten abgeschnitten waren. Der Einkauf im Supermarkt entwickelte sich schnell zum „Besuch eines Freizeitparks“, wo zumindest zeitweise der Kontakt mit anderen Menschen möglich war.

Auch auf die Verwaltung des Landkreises kommen in dieser Zeit bisher ungeahnte Aufgaben, Belastungen und Herausforderungen zu. Es ist schon ein Glücksfall der Geschichte, dass im Jahr 2016 mit Gerhard Radeck ein Landrat die Leitung des Kreishauses übernahm, der schon in seinem früheren Berufsleben in leitender Position schwierige Situationen zu meistern hatte. Damit war die Grundvoraussetzung gegeben, dass die Kreisverwaltung schnell und konsequent die notwendigen Schritte unternahm, um die Ausbreitung der Pandemie im Landkreis Helmstedt so wirkungsvoll wie möglich einzudämmen.

„In der Rückschau betrachtet, war es richtig, dass wir bereits vier Tage nach dem ersten Corona-Fall den sogenannten Corona-Krisenstab sukzessive aufgebaut haben. Leider hatten wir am 7. April 2020 das erste Todesopfer, bei dem das Virus nachgewiesen wurde, zu beklagen“, erinnert sich Landrat Gerhard Radeck.

Dieser Todesfall machte allen Beteiligten klar, dass die Infektion lebensgefährlich ist. „Deshalb ist es zum Schutze der Bevölkerung wichtig, konsequent zu handeln, um das Ansteckungsrisiko zu senken.“