Radeck informiert sich über das AWO Psychiatriezentrum Königslutter

Gerhard Radeck, Polizeichef der Stadt Helmstedt und parteiloser Kandidat für die Landratswahl am 11. September 2016, hat im August das AWO Psychiatriezentrum Königslutter besucht. Begleitet wurde er durch die Helmstedter Stadträtinnen Jutta Abry, Jutta Geißler, und Charita Rosinsky sowie von Guido Ide, Physiotherapeut und FDP-Politiker, Martin Thomsen, Geschäftsführer Apothekerversorgung Niedersachsen, Dr. Thomas Schwaiger, Chefarzt Helios-Klinik Hettstedt, und Prof. Detlev Ameis, Chefarzt Helios-Klinik Helmstedt.

Das AWO-Psychiatriezentrum Königslutter ist die größte Psychiatrie-Klinik in Niedersachsen und versorgt mehr als zehn Prozent des Landes“ begrüßte Klinik-Geschäftsführer Thomas Zauritz die Gäste. Er beschrieb die neun Jahre seit Übernahme der Klinik durch die AWO als kontinuierliche, positive Entwicklung. Die Klinik sei mit 1.100 Mitarbeitern, dabei 100 Ausbildungsplätzen und eigener Krankenpflegeschule, ein wichtiger Arbeitgeber im Landkreis Helmstedt. Mit 740 Betten in sechs Kliniken sei die Klinik breit im Bereich der psychiatrischen Versorgung der Bevölkerung aufgestellt und würde das volle Spektrum der Erkrankungen diagnostizieren und therapieren. Seit 2008 sei die Gesamtklinik nach DIN-ISO 9001 zertifiziert, dem Gütesiegel für modern und effiziert geführte Kliniken. Der stationäre und ambulante Versorgungsbereich der Klinik erstreckt sich über die Landkreise Peine, Wolfenbüttel, Gifhorn und Helmstedt sowie die kreisfreien Städte Braunschweig und Wolfsburg.

Dr. Mohammad-Zoalfikar Hasan, langjähriger ärztlicher Direktor der Klinik, wies darauf hin, dass das Psychiatriezentrum in allen Bereichen Weiterbildungsermächtigungen einschließlich Kinder- und Jugend-Psychiatrie, Neurologie und Psychiatrischer Psychotherapie besitzt, so dass ärztlicher Nachwuchs breit und gut ausgebildet werden kann. An der Psychiatrie-Akademie würden jährlich bis zu 20 Fachkräfte für Psychiatrische Krankenpflege ausgebildet. Sorgen bereitet Hasan der ärztliche Nachwuchsmangel, der über psychiatrie-nahe Ausbildungsangebote sowie ein Sprach-Qualifizierungsprogramm für nicht in Deutschland ausgebildete Mediziner aufgefangen werden soll.

Die Teilnehmer der Runde diskutierten die Themen „Sozialpsychiatrischer Dienst“ und die

ambulante psychiatrische Versorgung im Landkreis Helmstedt, hier ist nur ein Psychiater niedergelassen. Dies ist nach Meinung der Teilnehmer nicht ausreichend. Auch das Thema „ambulante psychiatrische Pflege“ wird erörtert. Zur Versorgung chronisch-psychisch Kranker seien eine Entbürokratisierung, eine konsequente Verordnungspraxis und eine Verbesserung der Vergütung für die Leistungserbringer erforderlich, sind sich die Teilnehmer der Runde einig.

Nach zweistündiger Diskussionsrunde bedankt Radeck sich im Namen der Teilnehmer für die Informationen und die anregende Diskussion. Das AWO-Psychiatriezentrum leiste in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung eine wichtige Aufgabe, so Radeck. Er werde sich, sobald in politische Verantwortung gekommen, für eine Intensivierung der Zusammenarbeit im Dienste der Patienten und der Klinik einsetzen.

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