Letzte Kohleförderung im Schöninger Tagebau

Am 03.09.2016 kommentierte Dr. Michael Strohmann von der Helmstedter Zeitung die letzte Kohleförderung im Schöninger Tagebau.

„Jetzt können wir uns bewähren“, so seine Forderung an den Landkreis und seine Bewohner.

Ich bin begeistert, dass er in dem Kommentar meine immer wieder erhobene Forderung aufgreift: „Wir müssen selbst an der Spitze der Bewegung stehen, wir müssen laut und deutlich Position beziehen und uns nicht mehr an die Hand nehmen lassen wie ein Greis, der sich nicht alleine über die Straße traut.“

Genau das ist der Weg, den ich gedenke zu beschreiten. Wir müssen uns, aber auch das Land und den Bund in die Pflicht nehmen. „Berlin hat zu verantworten, dass das Revier 14 Jahre früher als geplant vom Netz gehen muss.“

Im Westen gab es den Emslandplan. Damit wurde diese strukturarme Region mit über 2 Milliarden DM gefördert. Heute ist der Westen Niedersachsens saniert und steht wirtschaftlich blendend da. Wir brauchen einen „Helmstedtplan“ mit Strukturfördermitteln in Ergänzung zur Stabilisierungshilfe. Entschuldung hilft nur, wenn sie nachhaltig ist und nicht wieder neue Schulden aufgebaut werden. Wir müssen investieren können um gute Standortfaktoren zu schaffen und damit attraktiv für Unternehmen zu werden. Nur Arbeitsplätze vor Ort helfen uns. Das müssen wir laut und nachhaltig einfordern. Dafür ist beharrliche und harte Lobbyarbeit erforderlich. Ich möchte eine Aufbruchstimmung erzeugen. Wir müssen unser Potenzial abrufen und endlich handeln. Neue Köpfe, neue Ideen, weg mit den verkrusteten Strukturen und dem pessimistischem Denken.

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